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Breaking Depression

Wenn wir uns Zeit nehmen, um mehr über die verschiedenen Arten der Depression, einschließlich MDD, zu verstehen, und Menschen ermutigen, sich Hilfe zu suchen , können wir gemeinsam Fehlinformationen und Missverständnissen entgegenwirken, Stigmata aufbrechen und schließlich Depressionen bekämpfen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, die Dinge zu ändern. Zeigen Sie heute Ihre Unterstützung, sagen Sie es weiter, damit diese wichtigen Gespräche stattfinden können.

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Jeder vierte Mensch ist im Laufe seines Lebens persönlich von psychischen Problemen betroffen

Jeder vierte Mensch ist im Laufe seines Lebens persönlich von psychischen Problemen betroffen, darunter auch Depressionen.3

Abb. Kintsugi Kunst

Leider sind diese Erkrankungen so häufig, dass Sie wahrscheinlich auch Menschen kennen, die betroffen sind - oder vielleicht leben Sie selbst mit einer Depression. Dennoch ist es bisweilen schwer zu verstehen, welche verheerenden Auswirkungen Erkrankungen wie Depressionen auf unser Leben haben können.

„Breaking Depression“ hat es sich zum Ziel gesetzt, stärker auf die Herausforderungen des Lebens mit verschiedenen Arten von Depressionen, einschließlich der schweren Depression oder Major Depressive Disorder (MDD), aufmerksam zu machen. „Breaking Depression“ wurde von Janssen mit Unterstützung der Global Alliance of Mental Illness Advocacy Networks-Europe (GAMIAN-Europe), einer patientenorientierten Organisation, die sich für die Rechte von psychisch erkrankten Menschen einsetzt, gegründet.

Janssen blickt auf eine lange Geschichte zurück, in der das Unternehmen sich dafür eingesetzt hat, die Belastungen, Behinderungen und starken Einschränkungen, die durch psychische Erkrankungen verursacht werden, zu verringern, und sieht sich der Verbesserung des individuellen Lebens verpflichtet.

Von Betreuern und medizinischem Fachpersonal bis hin zu Menschen, die mit Depressionen und einer major depressive disorder leben – wir wollen sicherstellen, dass wir alle in der Lage sind, uns besser um uns selbst und die Menschen, die wir lieben, zu kümmern.

Indem wir unser Verständnis für die verschiedenen Arten von Depressionen, darunter schweren Depressionen, ausweiten, können wir gemeinsam daran arbeiten, diese für immer zu besiegen.

Die Kunst des Kintsugi

Kintsugi ist die japanische Kunst, kaputte Objekte mit einem Lack zu reparieren, der mit Goldpuder bestäubt oder gemischt wird.

Kintsugi, was als „Goldflickerei“ übersetzt werden kann, betrachtet Bruchschäden und Reparaturen als einen Teil der Geschichte eines Objekts und nicht als etwas, das versteckt werden sollte.

„Breaking Depression“ umfasst acht Kintsugi-Kunstwerke, inspiriert durch die Geschichten von Menschen, die mit schwerer Depression leben. Das Ausbessern der kaputten Keramikgegenstände zelebriert die Risse und Unzulänglichkeiten jedes Objekts, spiegelt aber zugleich den komplexen und langwierigen Reparaturprozess wider. Dieses Ausbessern ist nicht nur die Kleinigkeit, die jedes Teil einzigartig macht, sondern es zeigt auch, dass das Objekt sein eigenes Leben und seine eigene Geschichte hat.

Diese Keramikskulpturen erzählen jeweils ihre eigene visuelle Geschichte und verdeutlichen, dass für Menschen mit schwerer Depression durch Zeit, Fürsorge und Geduld der Heilungsprozess beginnen kann.

Abb. Kintsugi Kunst
Abb. Kintsugi Kunst

Die Künstler

Billie Bond

„Gefühle können schwer zu beschreiben sein, und das Gefühl einer Depression ist eines, mit dem viele Menschen kämpfen. Der Akt des Schaffens, Zerstörens und wieder instand Setzens folgt dem Weg der Depression und ist wesentlicher Bestandteil meiner Kunst.”

Billie Bond ist eine mit Preisen ausgezeichnete Bildhauerin und Dozentin.

Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Themen der Identität und einer persönlichen Obsession, in der sie die Dualität zwischen dem Aufdecken des Versteckten und dem Reparieren von Schäden erforscht.

2009 fertigte Billie Bond im Rahmen des öffentlichen Kunstprojekts “One & Other” von Anthony Gormley auf dem vierten Sockel des Trafalgar Square in London eine Skulptur ihrer Schwester an.

2013 gewann sie den “Pure Arts Sculpture Prize”. Das preisgekrönte Werk wurde in der Saatchi Gallery, London, ausgestellt. Außerdem erhielt sie 2016 ein Forschungsstipendium am Henry Moore Institute in Leeds.

Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit gibt Billie Bond ihre Fähigkeiten und Erfahrungen auch in Seminaren und im Einzelunterricht weiter.

Johanna Okon-Watkins

„Als Künstlerin und Keramikrestauratorin kann ich Kintsugi nutzen, um ein Bild davon zu schaffen, wie positive Spuren des Heilungsprozesses und der fortdauernde Kampf mit Depressionen koexistieren können.“

Johanna ist eine bildende Konzeptkünstlerin und talentierte Restauratorin für Keramik. Sie wurde in Polen geboren, ist in Deutschland aufgewachsen und nach Großbritannien gezogen, als sie Mitte 20 war. Mit ihrer Kunst möchte sie zum Dialog mit dem Problem anregen, welches das Herzstück ihrer Arbeit bildet und dessen breiterem Kontext sowie dem Betrachter des Objektes.

Forschung ist ein wesentlicher Teil der Arbeit von Johanna Okon-Watkins. Sie bildet die Grundlage für die Materialien und Prozesse, die sie nutzt. Die Forschung führt für Sie zu einer visuellen Antwort, welche die Essenz des Themas vermittelt und über die Probleme reflektiert, die dargestellt werden.

Die Arbeit von Johanna Okon-Watkins ist häufig plastisch und kann sich in den verschiedensten Materialien ausdrücken, darunter Textilien, Ton und Papier.

Acht inspirierende Menschen

Die Geschichten, die hier dargestellt werden, sind inspiriert von Menschen, die ihren Weg mit schweren Depressionen (MDD) gehen. Jede Geschichte hat auf einzigartige Weise ein Kunstwerk inspiriert. Sämtliche Werke zeigen, dass basierend auf Zeit, Fürsorge und Geduld der Heilungsprozess beginnen kann.

Tatyana, 47
Ivan, 37
Lisa, 35
Corinna, 42
Clara, 23
Markus, 54
Razwana, 54
Jakob, 28
Kintsugi – Große Schale

Ich hatte vor etwa 16 Jahren die ersten Symptome. Ich durchlebte eine schwere Zeit. Ich verlor meine beiden Brüder und meine Mutter, mein Unternehmen und mein Zuhause.

In diesen Zeiten war ich kein guter Mensch. Ich habe eigentlich auf alles mit Wut reagiert. Ich habe viel geweint und war gereizt. Ich konnte nicht mit meinem Ärger umgehen. Es war anstrengend, aber mir war nicht klar, dass das eine Depression war. Erst Jahre später erfuhr ich, dass es schwere Form der Depression war.

Für mich ist Depression ein Monster. Ein tintenschwarzer Oktopus mit Tentakeln, die genau auf deine schmerzhaften Stellen schlagen. Selbst wenn man einen leichten Wunsch verspürt, etwas zu tun, erhebt sich der Tintenfisch und macht diesen Wunsch mit seinen Tentakeln zunichte. Er ist ein erbarmungsloser Feind.

Ich bin in einer großen Familie aufgewachsen, in der ich nicht offen über meine Gefühle sprechen konnte. Selbst jetzt, nach vielen Jahren, in denen ich versucht habe mit Fachärzten und Therapeuten über meine innersten Gefühle zu sprechen, fällt es mir schwer, die richtigen Worte zu finden.

Meine schwere Depression hat meine Beziehungen zu anderen Menschen beeinträchtigt. Um ehrlich zu sein, war ich fünf Jahre lang argwöhnisch gegenüber anderen. Ich habe mich in mich selbst zurückgezogen und enge Beziehungen gemieden. Ich habe meine alte SIM-Karte weggeworfen, weil ich einfach mit niemandem sprechen wollte.

Meine Kinder haben versucht, mir zu helfen, besonders mein Sohn. Als meine Tochter wegzog, um in Südkorea zu arbeiten, beschlossen die beiden, dass mir eine Umgebungsänderung gut tun könnte. Also haben sie meinen Flug und meine Behandlung bezahlt. Doch die Sprachbarriere mit Ärzten führte dazu, dass mir falsche Medikamente verschrieben wurden, durch die sich mein Zustand verschlechterte.

Als Gläubige habe ich meinen Glauben. Er war immer bei mir, auf der ganzen Reise. Wenn da diese schreckliche Leere ist und kein Lebenswille mehr, dann bete ich.

Als Mutter träume ich davon, keine Belastung für meine beiden wunderbaren Kinder zu sein. Und ich träume von einem eigenen Haus. Vor 16 Jahren habe ich meines verloren, und noch immer wandere ich im Exil durch Mietwohnungen.

Ich weiß, dass es in mir viele ungelöste Probleme gibt. Ich arbeite an mir, aber es ist schwer. Anderen, die an einer schweren Depression leiden, möchte ich sagen: Seid dankbar, wenn eure Familie und Freunde euch helfen möchten, denn ohne Wärme, Fürsorge und Unterstützung ist es schwer, gesund zu werden.

Schwere Depression

Schwere Depression ist eine Gemütsstörung, eine schwere seelische Erkrankung assoziiert mit depressiven Episoden, depressiver Stimmung, starkem Verlust von Interesse und Freude an fast Allem und Jedem.4,5 Die Symptome sind definiert als mindestens 2 Wochen andauernd, halten aber meist deutlich länger an – Monate oder Jahre.6

In Europa gibt es 40 Millionen Menschen, die mit einer Depression leben.1 Dies entspricht der Menge der gesamten Bevölkerung Spaniens. Depression ist die führende Ursache von Erkrankungen weltweit.7

Indem wir unser Verständnis für diese Erkrankung verbessern, können wir gemeinsam daran arbeiten, Depression endlich zu besiegen.

Finden Sie Unterstützung

Logo GAMIAN Europe

GAMIAN-Europe

www.gamian.eu

The Global Alliance of Mental Illness Advocacy Networks-Europe (GAMIAN-Europe) ist eine Patienten geführte pan-europäische Organisation, die die Interessen von Personen mit psychischen Erkrankungen vertritt und sich für Ihre Rechte einsetzt. Wenn Sie sich um Ihre geistige Gesundheit oder die eines Angehörigen sorgen, besuchen GAMIAN-Europe für mehr Informationen. In Notfallsituationen holen Sie sich Hilfe, rufen einen Notfallwagen oder Ihre lokale Seelsorge.

Lassen Sie uns gemeinsam den Unterschied machen.

Unterstützen Sie Breaking Depression.

Quellen
  1. WHO. 3 out of 4 people suffering from major depression do not receive adequate treatment. Available at euro.who.int/en/media-centre/sections/press-releases/2017/3-out-of-4-people-suffering-from-major-depression-do-not-receive-adequate-treatment. Date accessed: August 2019.
  2. WHO. Depression and other common mental disorders: global health estimates. Available at: who.int/mental_health/management/depression/prevalence_global_health_estimates/en/. Date accessed August 2019).
  3. WHO. World Health Report. Available at who.int/whr/2001/media_centre/press_release/en/. Date accessed: August 2019.
  4. WHO. International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems 10th Revision. Available at apps.who.int/classifications/icd10/browse/2010/en. Date accessed: August 2019.
  5. American Psychological Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders. 5th ed. 2013.
  6. WHO. Preventing depression in the WHO European Region. Available at euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0003/325947/New-Preventing-depression.pdf. Date accessed: August 2019.
  7. WHO. Depression. Available at: who.int/news-room/fact-sheets/detail/depression. Date accessed: August 2019.
EM-67687