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Unsere Vision vor Augen. Eine Welt ohne Krebs.

Janssen Oncology
Dr. Ralf Angermund, Medizinischer Direktor Fachbereich Hämatologie

„Unser Ziel ist es, aus Krebs in Zukunft eine kontrollierbare, heilbare oder vermeidbare Krankheit zu machen. Wir möchten die Betroffenen vom Krebs befreien und ihnen einen selbstbestimmten Alltag ermöglichen. Das ist es, was uns antreibt.“


Dr. Ralf Angermund,
Medizinischer Direktor Fachbereich Hämatologie

Krebs – Wir machen Fortschritte

Dank großer Fortschritte in der onkologischen Forschung kann heute mehr als die Hälfte der Menschen, die an Krebs erkrankt sind, auf eine dauerhafte Heilung hoffen.1 Dennoch bleibt Krebs nach wie vor die zweithäufigste Ursache für einen vorzeitigen Tod in Europa.2 Die gestiegene Lebenserwartung bei Krebspatienten ist vor allem auf neue Behandlungsmethoden, einschließlich Arzneimittel, zurückzuführen.3,4

Wir, das forschende Pharmaunternehmen Janssen, engagieren uns seit vielen Jahren im Bereich Krebserkrankungen. Wir haben aktiv dazu beigetragen, Ärzt:innen neue Behandlungsmöglichkeiten für ihre Patient:innen an die Hand zu geben. Wir arbeiten daran, Krebs zu stoppen, zu heilen oder zu verhindern. Krebs soll eine Erkrankung werden, mit der die Betroffenen lange und selbstbestimmt leben können. Unser Ziel ist es, die Bedeutung einer Krebsdiagnose zu verändern, damit die Worte „Sie haben Krebs“ eines Tages für die Betroffenen weniger bedrohlich sind.

Um Menschen mit Krebs noch besser als bisher helfen zu können, forschen wir an präzise wirkenden Substanzen. Diese setzen direkt und möglichst frühzeitig an den krankmachenden Prozessen im Körper an. Beispiele dafür sind zielgerichtete, darunter auch tumoragnostische Therapien sowie Substanzen, die das Immunsystem des Körpers aktivieren, den Krebs selbst zu bekämpfen. Derzeit entwickeln wir bei Janssen mehr als 15 Wirkstoffe im Bereich Krebs weiter. Wichtige Voraussetzung für präzise wirkende Therapien ist es, im Vorfeld z. B. durch Tests herauszufinden, bei welchen Patient:innen sie wirken könnten. Daher spielt bei vielen eine begleitende molekulare Diagnostik eine zentrale Rolle, damit Patient:innen die richtige Therapie zum richtigen Zeitpunkt erhalten können. Langfristig ist es unser Ziel, Krebserkrankungen zu erkennen und aufzuhalten, bevor erste Symptome nachweisbar sind (Cancer Interception).

Unser Antrieb ist es, Betroffene vom Krebs zu befreien

Eine Welt ohne Krebs war, ist und bleibt unsere Vision in der Onkologie. Daran arbeiten viele Janssianer:innen leidenschaftlich und entschlossen jeden Tag. Das Bestreben, diese Vision eines Tages Realität werden zu lassen, ist unser Antrieb. Wir möchten die Betroffenen vom Krebs befreien. Wir wollen ihnen einen selbstbestimmten Alltag ermöglichen, um die großen und kleinen Momente im Leben genießen zu können. Dabei machen wir Fortschritte. Nicht allein, sondern gemeinsam mit starken Partner:innen. Jeden Tag, Stück für Stück. Für Patient:innen und ihre Familien.

Wir geben nicht auf! Bis unsere Vision Realität geworden ist – Eine Welt ohne Krebs. Das ist “The Power of Purpose”.

Unser Fokus – Die richtige Therapie zum richtigen Zeitpunkt

Präzisionsmedizin

Präzisionsmedizinische Ansätze können für die Behandlung vieler Tumorerkrankungen vielversprechende neue Wege hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit eröffnen.5–9 Sie basieren auf dem immer besseren Verständnis der Tumorbiologie sowie der zunehmenden Identifikation individueller, onkogener Zielstrukturen.5,7 So haben sich nicht nur bei malignen hämatologischen Erkrankungen, sondern auch bei soliden Tumoren, wie in der Lunge oder Brust, neue Perspektiven in der Therapie eröffnet.6,10 Darüber hinaus scheint die Präzisionsmedizin auch das Potenzial zu haben, Herausforderungen wie Resistenzentwicklungen, die mit der peritherapeutischen, klonalen Evolution des Tumors oder der hohen Tumormutationslast verbunden sind, mit vielversprechenden Lösungsansätzen zu begegnen.7 Wir bei Janssen setzen auf Präzisionsonkologie, damit Krebspatient:innen die für sie bzw. ihre Erkrankung richtige Therapie zum richtigen Zeitpunkt bekommen können. Aktuell entwickeln wir Arzneimittel gegen Prostata-, Blasen-, Blut- und Lungenkrebs sowie auf Basis bestimmter Genveränderungen auch tumoragnostische Therapieansätze. Lesen Sie mehr hier.

Molekulardiagnostik und Biomarker-gestützte Therapien

Biomarker-gestützte Therapien haben bei verschiedenen hämatologischen Neoplasien und soliden Tumoren einen Paradigmenwechsel eingeleitet, so z. B. beim nicht kleinzelligen Lungenkarzinom. Sie sind eine wesentliche Teildisziplin der Präzisionsmedizin und bilden auch in der Janssen-Forschung eine wichtige Säule. In der Regel handelt es sich bei Biomarker-gestützten Therapien um Antikörper oder „small molecules“, die mit hoher Spezifität an die jeweiligen Zielstrukturen binden und so bestimmte Prozesse inhibieren.11,12 Allerdings zählen auch radioaktiv markierte Peptide oder CAR-T-Zellen dazu, da sie sich das Vorhandensein bestimmter molekularer Faktoren zunutze machen. Eng verbunden mit dem Einsatz Biomarker-gestützter Ansätze ist die molekulare Diagnostik. Die tumorgenetische und immunhistochemische Diagnostik ist wichtige Voraussetzung vor Therapiebeginn, um das Vorliegen therapeutisch relevanter Zielstrukturen zu verifizieren. Darüber hinaus kommt der molekularen Diagnostik aber auch während einer zielgerichteten Behandlung und bei Krankheitsprogression eine große Bedeutung zu.20 Jedoch wird sie in der onkologischen Praxis in Deutschland bei präzisionsmedizinischen Ansätzen noch nicht immer zielführend und flächendeckend eingesetzt. Lesen Sie mehr hier.

Immunonkologie

Präzisionsmedizinische Verfahren, die in der Lage sind, eine autologe Immunantwort gegen Tumorzellen auszulösen bzw. diese zu reaktivieren, werden unter dem Begriff immunonkologische Therapien zusammengefasst. Ihr Ziel ist, eine hohe antitumorale Wirksamkeit bei zugleich besserer Verträglichkeit in Relation zu verfügbaren, herkömmlichen Therapien zu ermöglichen. Die Modifikation zellulärer Immunantworten, insbesondere in Form von Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI) und CAR(chimärer Antigen-Rezeptor)-T-Zellen, ist dabei eine wichtige Strategie, die aktuell in der Forschung und Entwicklung verfolgt wird.13 ICI konnten ihre Überlegenheit im Hinblick auf ein langanhaltendes Ansprechen gegenüber bisherigen Therapieoptionen schon bei verschiedenen soliden Tumoren und hämatologischen Neoplasien, darunter Melanom, Nierenzellkarzinom, Urothelkarzinom, NSCLC und Hodgkin-Lymphom, zeigen.14 Auch Studien zur Untersuchung von CAR-T-Therapien haben zu ersten Erfolgen bis hin zum klinischen Einsatz geführt.15 Neben den zellulären Ansätzen gehören bispezifische Antikörper (bsAb) zur Immunonkologie.16 Sie schaffen eine direkte Verbindung zwischen Tumorantigen und T-Zell-Antigen.

Tumoragnostische Ansätze

Bestimmte molekulare Alterationen können bei unterschiedlichen Entitäten gleichermaßen auftreten.17 Daher werden unter anderem bei Janssen derzeit zunehmend tumoragnostische oder auch tumorübergreifende Therapieansätze untersucht: Zahlreiche sogenannte Basket-Studien wurden initiiert, in denen der Studieneinschluss auf dem Nachweis einer molekularen Veränderung (z. B. die Gene FGFR oder RET betreffend) und nicht auf der Histologie des Tumors bzw. dessen Lokalisation basiert.17 Da die Wirksamkeit einer Biomarker-gestützten Therapie jedoch in verschiedenen Indikationen aufgrund der unterschiedlichen Relevanz der bestimmten Alterationen als onkogene Treiber stark variieren kann, muss ein indikationsübergreifend gutes Ansprechen gewährleistet sein. Dennoch verspricht der Ansatz der Tumoragnostik vor allem bei seltenen Krebserkrankungen und kleineren Subgruppen onkologischer Indikationen ein hohes Potenzial, die Versorgungslage für diese Patient:innengruppe zu verbessern. Mittlerweile sind mehrere molekulare Marker identifiziert worden, die für tumoragnostische Therapieansätze in Frage kommen. 2017 und 2018 wurden zum ersten Mal in der Geschichte der Präzisionsmedizin in den USA zwei tumoragnostische Krebs-Medikamente für solide Tumoren mit einer hohen Mikrosatelliten-Instabilität oder Defekten in der Mismatch-Reparatur bzw. mit NTRK-Genfusionen zugelassen.17 Lesen Sie mehr hier.

Molekulargenetik und KI

Die Einführung neuer, innovativer Methoden – wie Next Generation Sequencing – zur Untersuchung der Molekulargenetik bei Tumoren und der enorme Fortschritt in der Entwicklung digitaler Technologien der letzten Jahre ermöglicht es heute, riesige Datenbestände (Big Data) zu sammeln, zu speichern und zu verarbeiten.10 Die Daten, die verschiedene Ebenen der Präzisionsonkologie betreffen, bieten dabei ganz neue Möglichkeiten: Mit der Speicherung, Auswertung und Verknüpfung dieser Daten, insbesondere sogenannter Omics*, können wichtige Erkenntnisse zu Entstehung und Verlauf komplexer Tumorerkrankungen sowie Ansatzpunkte für die Entwicklung verbesserter Therapien gewonnen werden.6,18 Um diese wertvollen medizinischen Daten sowohl für die Forschung als auch für den Einsatz in der klinischen Praxis sinnvoll nutzbar zu machen, braucht es jedoch Systeme, die mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) mehrschichtige Betrachtungen sowie Verknüpfungen untereinander und mit bestehendem Wissen ermöglichen.6 Diesen Ansatz verfolgt auch die „Knowledge-Driven and Artificial Intelligence-Based Platform for Therapy Decision Support in Hematology“ – kurz „KAIT“ –, die vom Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS) und der Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie des Leipziger Universitätsklinikums (UKL) mit Unterstützung von Janssen Deutschland entwickelt wird. Sie soll zukünftig sowohl Ärzt:innen in Unikliniken als auch niedergelassene Spezialist:innen dabei unterstützen, unter anderem bei komplexen Bluterkrankungen die individuell passende Therapie zu finden.19 Neben der Entscheidungsfindung fördert die Plattform zudem auch einen IT-gestützten Austausch zwischen den hämatologischen Kolleg:innen, um die Patient:innenversorgung weiter zu verbessern.

* Ganzheitliche Analysen molekularer Grundlagen von Krankheiten werden häufig unter dem Begriff „Omics“-Technologien zusammengefasst. Zu diesen molekularbiologischen Methoden gehören unter anderem die Genomics, Proteomics oder Metabolomics.

Unsere Therapiegebiete – Mehr möglich machen

Hämato-Onkologie

Für unsere Patient:innen – Mehr als Medikamente

Nach der Diagnose Krebs gemeinsam mehr erreichen – das ist für uns entscheidend. Wir arbeiten eng mit Betroffenen und Expert:innen zusammen, um in jeder Phase der Erkrankung Hilfestellungen zu bieten. Dabei handelt es sich um ein umfangreiches Informationsangebot sowohl zu den Krebsarten, in denen wir forschen, als auch zu psychischen und sozialrechtlichen Aspekten. Darüber hinaus bieten wir digitale Services und Broschüren für einen besseren Umgang mit der Erkrankung. Im Podcast „Mein Krebsratgeber zum Hören“ kommen Betroffene zu Wort und teilen ihre Erfahrungen im Umgang mit der Erkrankung. Unsere Aufklärungsinitiative „Deine Manndeckung“ zur Früherkennung von Prostatakrebs hat das Ziel, mehr Männer zu motivieren, Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Menschen

Unsere Services – Wissen, was wichtig ist

Portal für MFA

Die Informationen rund um die Veranstaltungen unserer Reise #inZukunftzusammen.

Referenzen
  1. 2019 Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum, www.krebsinformationsdienst.de/grundlagen/krebsstatistiken.php, zuletzt aufgerufen April 2022
  2. World Health Organization Regional Office for Europe. Cancer data and statistics. Available at http://www.euro.who.int/en/health-topics/noncommunicable-diseases/cancer/data-and-statistics, zuletzt aufgerufen April 2022
  3. Ferlay J, Colombet M, Soerjomataram I, et al. Cancer incidence and mortality patterns in Europe: Estimates for 40 countries and 25 major cancers in 2018. Eur J Cancer. 2018;103:356-387.
  4. Sun E, Lakdawalla C, Reyes C, Goldman D, Philipson T, Jena A. The determinants of recent gains in cancer survival: An analysis of the Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER). J Clin Oncol. 2008; 26(15S Abstract 6616), https://ascopubs.org/doi/abs/10.1200/jco.2008.26.15_suppl.6616, zuletzt aufgerufen April 2022
  5. Reininghaus S, Oettler D. Biomarker in der Präzisionsonkologie – Stellenwert in der personalisierten Versorgung von Krebserkrankungen. In: Repschläger U et al. Gesundheitswesen aktuell 2021, Seite 198–219.
  6. Stellungnahme der Bundesärztekammer vom 17.01.2020: Präzisionsmedizin: Bewertung unter medizinisch-wissenschaftlichen und ökonomischen Aspekten. https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/MuE/20200601_Stellungnahme_Praezisionsmedizin.pdf, zuletzt aufgerufen April 2022.
  7. Shin SH et al. Addressing the challenges of applying precision oncology. NPJ Precis Oncol. 2017;1(1):28.
  8. Westphalen BC et al. Conceptual framework for precision cancer medicine in Germany: Consensus statement of the Deutsche Krebshilfe working group 'Molecular Diagnostics and Therapy'. Eur J Cancer 2020;135:1-7.
  9. Bundesministerium für Bildung und Forschung: Personalisierte Krebsmedizin, https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/personalisierte-krebsmedizin-8545.php, zuletzt aufgerufen April 2022.
  10. Lowy DR, Collins FS. Aiming High--Changing the Trajectory for Cancer. N Engl J Med. 2016;374(20):1901-4.
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  12. Bode AM und Dong Z. NPJ Precis Oncol. 2018;2:11
  13. Ochsenreither S. Neue Entwicklungen in der Immunonkologie. Der Onkologe, Ausgabe 11/2021.
  14. Zander H et al. Checkpointinhibitoren in der Tumortherapie. Bundesgesundheitsbl 2020;63:1322–1330.
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  16. Yu S et al. Recent advances of bispecific antibodies in solid tumors. J Hematol Oncol. 2017;10(1):155.
  17. Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. (DGHO): NTRK-Inhibitoren als sog. tumoragnostische Arzneimittel, https://www.dgho.de/publikationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/ntrk-inhibitoren/tumor-agnostische-arzneimittel-20200113.pdf; zuletzt aufgerufen April 2022.
  18. AG Zukunft der Onkologie. Positionspapier zur „Wissen generierenden onkologischen Versorgung“. Forum, Ausgabe 2/2017.
  19. ICCAS (Innovation Center Computer Assisted Surgery, Universität Leipzig). KAIT – Unsere Vision. https://kait.health/vision, zuletzt aufgerufen April 2022.
  20. Amirouchene-Angelozzi N et al. Tumor Evolution as a Therapeutic Target. Cancer Discov 2017. doi: 10.1158/2159-8290.CD-17-0343[Online ahead of print]

Zuletzt geändert am: 26.04.2022

Autoren- & Quellinformationen

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Dieser Text wurde von Dr. Ralf Angermund, Mitarbeiter bei Janssen Deutschland und Mitglied des Janssen-Expertenbeirats, geprüft. Lernen Sie unseren Expertenbeirat kennen.

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