CLL: Chronische Lymphatische Leukämie

Die CLL entsteht im Knochenmark und im Blut durch eine übermäßige Vermehrung bestimmter weißer Blutzellen, der sogenannten B-Lymphozyten. Diese Zellen sind funktionsuntüchtig und entgehen zudem den normalen Mechanismen, die für den natürlichen Zelltod verantwortlich sind. Daher bezeichnet man sie auch als entartet oder maligne (bösartig).

Maligne B-Zellen sammeln sich mit der Zeit im Knochenmark, im Blut und im lymphatischen System an und unterbrechen die Produktion gesunder Blutzellen, sodass diese ihre Aufgaben innerhalb des Körpers, wie zum Beispiel die Immunabwehr, nicht mehr verrichten können und der Patient anfälliger für Infektionen ist.

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IgHV-Mutationsstatus

B-Zellen sind verantwortlich für die Herstellung von Antikörper (Immunglobuline), die gegen Erreger von Infektionskrankheiten gerichtet sind. Einerseits gib es B-Zellen, die wegen einer genetischen Veränderung Antikörper mit einer höheren Variabilität produzieren als Zellen ohne diese genetische Veränderung. Je nach Ausmaß der Mutation führt dies dazu, dass ein mutierter Immunglobulin-Gen-Status (IgHV mutiert) für die aus dieser B-Zelle stammenden CLL-Zelllinie nachweisbar ist im Gegensatz zu einem unmutierten Immunglobulin-Gen-Status (IgHV unmutiert ). Der IgHV-Mutationsstatus besteht bereits zu Krankheitsbeginn und verändert sich im Laufe der Erkrankung nicht mehr.
 

 

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Quellen

  1. DGHO-Leitlinie Chronische Lymphatische Leukämie (CLL). onkopedia.com Stand: Januar 2017.